
Einbruchschutz ist kein Extra, das man auf ein Fenster schraubt, sondern eine Kette aus Beschlag, Glas, Rahmen und Befestigung. Sie ist immer so stark wie ihr schwächstes Glied — und das ist selten das, worauf man zuerst schaut.
Wo typischerweise angesetzt wird
Fenster und Türen im Erdgeschoss, Terrassen- und Balkontüren sowie leicht erreichbare Elemente an Anbauten und Garagen. Ein gekipptes Fenster gilt dabei als offen, auch wenn es von innen anders aussieht.
Die Bauteile, auf die es ankommt
- Der Beschlag und die Art, wie der Flügel im Rahmen verriegelt wird
- Der Griff — abschließbare Ausführungen erschweren das Öffnen von außen
- Der Glasaufbau, wenn die Scheibe selbst angegriffen wird
- Die Befestigung des Rahmens im Mauerwerk
- Bei der Haustür zusätzlich Schloss, Zylinder und Schließblech
Der Einbau gehört zur Sicherheit
Ein Element kann noch so gut ausgestattet sein: Wenn der Rahmen nicht ausreichend im Mauerwerk verankert ist, wird die Verriegelung nie das leisten, was sie könnte. Deshalb ist die Befestigung ein fester Punkt beim Aufmaß — wir sehen uns an, was der Untergrund hergibt.
Nachrüsten oder tauschen?
An manchen Bestandsfenstern lässt sich mit Beschlag- und Griffmaßnahmen etwas erreichen, an anderen ist der Rahmen die Grenze. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom vorhandenen Element ab. Wir sagen Ihnen ehrlich, wann Nachrüsten lohnt und wann es besser in ein neues Element investiert ist.
Und ganz ohne Technik: Fenster beim Verlassen der Wohnung schließen statt kippen, Terrassentüren abschließen, Leitern und Mülltonnen nicht als Aufstiegshilfe stehen lassen.


